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WLAN



WLANS - DIE ZUKUNFT HAT BEGONNEN

Die Möglichkeit, sich schnell Informationen aus aller Welt zu beschaffen und große Datenmengen zu übertragen sowie hohe Mobilität und Flexibilität sind aus den meisten Arbeits- und Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. An mobiles Telefonieren gewöhnt, wünschen sich viele Anwender, Daten auch drahtlos übertragen zu können.

Drahtlose Netze zur Datenübertragung, die sog. Wireless Local Area Networks (WLANs), sind seit Jahren im Gespräch, gewannen aber erst mit der Freigabe des Standards 802.11b und einer Übertragungsrate von 11 MBit/s in privaten, öffentlichen und unternehmerischen Bereichen gewaltig an Bedeutung.

Viele Hotels, Flughäfen, Messen und Bahnhöfe sind inzwischen mit WLANs ausgestattet, um Gästen und Besuchern einen flexiblen, breitbandigen Service zur Verfügung stellen zu können. Diese sogenannten „Hot Spots“ fungieren als Basisstation und ermöglichen den Zugang zum Festnetz.

Die Einsatzmöglichkeiten von WLANs sind vielfältig: Mittels Laptop oder Taschencomputer (PDA) önnen beispielsweise Vertriebsmitarbeiter während eines Meetings oder Servicetechniker bei der Störungsbehebung an einer Produktionsanlage drahtlos auf die erforderlichen Daten zugreifen. Selbst Krankenhäuser nutzen WLANs, damit sich Ärzte und Schwestern bei der Visite schnell und mobil einen Einblick in die aktuellen Patientendaten verschaffen können. Aufgrund ihrer geringen Sendeleistung können WLAN-Systeme selbst in Intensivstationen eingesetzt werden, ohne die sensiblen medizinischen Geräte zu stören.

Aber nicht nur im Indoor-, sondern auch im Outdoor-Bereich kommen WLANs zur Anwendung. Mit Highgain-Antennen können Gebäude zu sogenannten Campus-Lösungen drahtlos verbunden werden. Kostenaufwendige Erdarbeiten entfallen damit.

WLANS PLANEN UND INSTALLIEREN

Tuning mit Antennentechnik

Die Planung und Installation von Wireless LANs gehört für Systemhäuser und Installateure inzwischen zur Routine. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass der gezielte Einsatz abgesetzter Antennen für ein lokales Netz ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Grundsätzlich gilt: Wenn eine höhere Reichweite, das Reduzieren von Interferenzen, die Verbesserung der Security, eine optimierte Performance und eine attraktive Optik gefragt sind, bieten externe Antennen die optimale Lösung.

Abhängig vom Einsatzgebiet stehen für dieses „Tuning“ des drahtlosen Netzes verschiedene Antennentypen zur Verfügung: Rundstrahl-Antennen (auch omnidirektionale Antennen genannt), Richtantennen (direktionale Antennen) sowie aktive Antennen.

Ad-hoc-Netze / Peer-to-Peer Netze Anwender kommunizieren miteinander bzw. mit einem anderen Endgerät (die Reichweite der Signale hängt von der Infrastruktur ab).

Punkt-zu-Punkt Funk-Brücke als Verbindung einzelner LANs in verschiedenen Gebäuden. Vorteil: Keine aufwändige Kabelverbindung oder teure Standleitung, kostengünstiger.

Punkt-zu-Multipunkt Hier werden mehrere Gebäude mit eingebunden. Auf einem Gebäude hängt die Basisstation an einer Rundstrahlantenne, auf welche die Richtantennen der übrigen Gebäude ausgerichtet sind.

Stand-alone Funknetze mit Access Point Über den Access Point werden mobile Endgeräte mit dem drahtgebundenen Netz verbunden.

EINSATZMÖGLICHKEITEN VON DRAHTLOSEN NETZEN

Typische Applikationen
Handel/Gastronomie

Hot Spots

Krankenhäuser

Büros

Universitätsgelände

Produktionsgelände

Historische Gebäude

Temporäre Netze

Der Einsatz von WLANs bietet sich immer dann an, wenn das drahtgebundene Netz an seine Grenzen stößt. Also dort, wo sich die Infrastruktur häufig ändert, wo physikalische Hindernisse vorliegen oder ein hoher Grad an Flexibilität gefordert ist – oder eben, wo drahtlos auf Daten zugegriffen werden muss, der Ausbau des drahtgebundenen LANs sonst nicht möglich, beziehungsweise zu kostenintensiv wäre.

Flexibilität In vielen Unternehmen kommen die Mitarbeiter immer wieder in wechselnder Besetzung zu neuen Projektgruppen zusammen. Die Verkabelung jedesmal anzupassen, ist nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Ein Faktor, der vor allem bei angemieteten Räumen zu berücksichtigen ist.

Denkmalschutz Gerade in alten Häusern – Universitäten, Behörden u.ä. – sind neue Kabelschächte und Mauerdurchbrüche aus Gründen des Denkmalschutzes untersagt. Aber auch in Wohn- und Geschäftshäusern kann der Vermieter derartige Umbaumaßnahmen ablehnen.

Schneller Anschluss In vielen Branchen müssen mobile Mitarbeiter Zugriff auf das Datennetz ihrer Firma haben. Dazu gehören Servicetechniker und Vertriebsmitarbeiter ebenso wie Mitarbeiter im Warenlager oder Ladehof.

Kosten Oft stellt die Glasfaser eine Alternative dar, speziell bei der Verbindung von Gebäuden. Eine schwierige Infrastruktur kann Kabelverlegearbeiten jedoch erschweren.

Vorteile von WLANs:

  • Flexibler und schneller Austausch von Daten
  • Gemeinsame Nutzung teurer Ressourcen (Drucker u.ä.)
  • Komfortabler Zugang zu eMail und Internet
  • Hohe Geschwindigkeit

Aus den Vorteilen des WLAN ergeben sich einerseits typische Applikationen, andererseits verschiedene Ausbaustufen:

Drahtloser Zugriff auf ein existierendes LAN bedeutet die funkgestützte Einbindung von PC-Arbeitsplätzen. Schnittstelle zwischen dem bestehenden Ethernet und den drahtlosen Clients sind die Access Points. Innerhalb der Access Point-Zelle kann auf ein lokales Festnetz zugegriffen werden. Vorteil: Das vorhandene Netz kann bei Bedarf einfach erweitert werden.

Public Access (öffentlicher Zugang) Access Points in öffentlichen Bereichen bieten einfachen und raschen Zugriff auf das Internet und andere Informationsquellen.

STANDARDS

Wozu Standards?
Standards bewahren den Anwender vor Abhängigkeit von proprietären Technologien und ermöglichen eine größere Auswahl beim Kauf vergleichbarer Produkte. Für drahtlose Netzwerke hat sich ein verbindlicher Standard etabliert: 802.11. Damit können Kunden aus einer großen Anzahl von Produkten stets die jeweils am besten geeigneten auswählen und miteinander verbinden, ohne an einen Hersteller gebunden zu sein. Diese Kompatibilität wird durch das Wi-Fi Zertifikat unterstrichen.

  • 802.11a 5GHz Wireless Local Area Network (WLAN), genehmigt von FCC
  • 802.11b 2.4GHz WLAN Standard, weltweit
  • 802.11d Zusätzliche Vorschriften fürs Roaming
  • 802.11e Definiert die Servicequalität
  • 802.11f Definiert das Inter Access Point Protokoll
  • 802.11g Neue Generation des 11.b Standards für höhere Übertragungsraten
  • 802.11h 5GHz Standard für europäische Anforderungen (ETSI)
  • 802.11i Definiert die Sicherheitsmerkmale
  • 802.11x Definiert die port based access control

 

 

Achten Sie auf das WiFi-Zertifikat!
Wi-Fi ist das Kompatibilitäts-Siegel für Access Points der Wireless Ethernet Compatibility Alliance (WECA). Die Wi-Fi-Zertifizierung durch die WECA verbürgt dem Anwender die uneingeschränkte Kompatibilität einer WLAN-Komponente mit allen nach IEEE 802.11 und 802.11a, b, g spezifizierten Produkten anderer Hersteller.

Ziel ist es, Wi-Fi als weltweites Gütesiegel für WLAN-Produkte zu etablieren. Die Gewährleistung von Interoperabilität zwischen den IEEE 802.11-Produkten verschiedener Anbieter durch die Wi-Fi-Zertifizierung gibt die Sicherheit beim Auf- und Ausbau eines WLAN auf interoperable und kompatible Produkte zurückgreifen zu können.

Der WECA sind inzwischen die meisten Hersteller angeschlossen, um ihre WLAN-Komponenten zertifizieren zu lassen.

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